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23
Apr

Low-Key Howto – Teil 1

Wie man schon aus den Kategorien entnehmen kann geht es in diesem Beitrag um Akt und Lowkey Fotografie.

Erstmal ein wenig Theorie zum Begriff „Low-Key“ aus der Wikipedia: Low-key beschreibt einen technisch-gestalterischen Stil in der Fotografie, bei dem im Gegensatz zur High-key-Fotografie dunkle Farbtöne vorherrschen. Hauptsächlich verwendet in der Schwarzweißfotografie, weisen Low-key Bilder viele dunkle oder auch völlig schwarze Bereiche auf; dargestellte Objekte werden in ihrer Plastizität durch Schatten − in der Regel von wenigen gerichtet eingesetzten Lichtquellen geschaffen − modelliert. Die vorhandenen Lichtquellen werden als gestalterisches Element meist so eingesetzt, dass sie den Blick des Betrachters auf das Hauptmotiv lenken.

In der Praxis braucht man für das oben gezeigte Bild ein Studio, einen schwarzen oder zumindest sehr dunklen Hintergrund, Baby-Öl, Wasser, ein Striplight/Softbox und ein Model.

Für den Hintergrund nehme ich gerne einen Papierhintergrund z.B. von Hama, misst 2,75m x 11m, befindet sich auf einer Papprolle und kostet ca. 50 €. Ein großer Vorteil ist dass man den Hintergrund einfach von der Rolle abreissen kann wenn er mal unwiderruflich verschmutzt sein sollte.
Wie man auf dem Bild gut sehen kann ist auch Wasser und Baby-Öl im Spiel. Daher bietet sich eine dünne Folie aus dem Baumarkt an welche man auf den Boden legt um die Sauerei aufzufangen.
Da Low-Key mit wenig Licht auskommt reicht in diesem Setup auch ein Striplight bzw. eine Softbox.

Zum Aufbau:
Das Striplight/Softbox wird senkrecht aufgehangen. Das Model sollte mit dem Körper in einem relativ spitzen Winkel zum Licht stehen. Wenn man sehr harte Kontraste und die damit verbundene schwarz-weiss Zeichnung des Models haben möchte empfiehlt sich ein sehr spitzer Winkel der Kamera zum Model. Wenn die Kontraste etwas weicher werden sollen kann man den Winkel der Kamera in Richtung Softbox verändern. Hier darf ruhig nach eigenem Geschmack ausprobiert werden. DAS optimale Bild oder Setup gibt es nicht. Alles ist erlaubt was gefällt. Die Zeitschrift oder ein Buch verhindert das direktes Licht aus der Softbox in unser Objektiv gelangt und zu unerwünschten Blendflecken führt. Bei relativ spitzem Winkel kann das nämlich sehr schnell passieren, auch wenn man mit Gegenlichtblende am Objektiv Fotografiert.
Die oben angesprochene Baufolie wird einfach auf den Boden unter das Model gelegt damit man den schönen Studio Boden bzw. den Papierhintergrund nicht verschmutzt.

Zum Model:
Die Haut des Models wurde hier mit Baby-Öl („weil das so schön riecht“ – Zitat Allessandra) eingerieben und danach mit Wasser aus einer Zerstäuber-Flasche besprüht.

Nach dem einsprühen sollte man nicht zu viel Zeit vertrödeln, da die Wassertropfen durch das Öl schnell zusammenlaufen und nach kurzer Zeit weg sind. Man kann natürlich jeder Zeit ’nachwässern‘.

Das Setup:

Ich hoffe dieser kleine Erste Teil des Low-Key HOWTOs gefällt Euch. Solltet Ihr Fragen oder Anregungen haben, so sind diese gerne willkommen.
Zu guter Letzt muss ich noch ein Riesen Lob an Allessandra aussprechen die stundenlang und unermüdlich vor der Kamera gestanden hat. Vielen Dank für all die schönen Posen 🙂

4 Responses to "Low-Key Howto – Teil 1"

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  1. Thorsten

    15. September 2009 um 10:36

    Tolles Bild, Super Erklärung – vielen DANK für die Mühe!

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  2. Hans

    16. Februar 2009 um 08:57

    Sehr interessant! Und das Foto ist echt cool.Mach weiter so!

    Antworten
  3. Marc

    2. Januar 2009 um 14:38

    Danke für dieses nette, kleine Tutorial, hat mir sehr geholfen. Vor allem der Aufbau der Ausrüstung.

    Marc

    Antworten
  4. Sascha Stehmann

    22. August 2008 um 14:06

    hi Sascha,
    Weiter so! Sieht sehr professionell gemacht aus dein Blog.
    Sehr informativ und interessant!

    Lieben Gruß der andere sasch

    Antworten

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